Honda ST 1300 PanEuropean

Hallo erstmal 😉

Die Geschichte zu unserer „Pamela“ erwies sich als … sagen wir es mal, nicht gerade einfach 🙂 Von einem Arbeitskollegen, der selber begeisterter Motorradfahrer ist, bekam ich den Tip, dass ich mir doch mal die PanEuropean anschauen solle, da dies sicherlich fĂŒr mich und meine Sozia das ideale Touren- und Reisemotorrad wĂ€re.
Also ich daheim, den Laptop eingeschaltet und die gÀnigen Seite wie Ebay Kleinanzeigen, Mobile, Autoscout und was es da sonst noch so alles gibt gewÀlzt und nach einiger Zeit kam raus, das wohl eine Maschine recht nahe bei uns steht.
Also angerufen und Termin fĂŒr den kommenden Samstag zum Probesitzen und Probefahren ausgemacht.

Leider ist dieser Plan aufgrund von technischen Problemen nicht aufgegangen und wir konnten die Pan erst kurze Zeit spÀter Probefahren. Damit wir aber nicht völlig umsonst hingekommen sind, bot uns der HÀndler 2 andere MotorrÀder an, die wir gerne Probefahren könnten, was wir auch spontan angenommen haben. Es handelte sich hierbei um eine BMW K1200GT und um eine BMW K1600GT.

Am kommenden Wochenende war es soweit und die Probefahrt der Pan konnte in Angriff genommen werden. Die Maschine machte einen recht guten Eindruck und als wir eine kleine Runde Probe gefahren sind, stand fĂŒr Christine fest, dass dieses Modell wohl unser nĂ€chstes werden könnte …

Was mir dabei nicht so gefiel war 1. der optische Zustand der Maschine 2. die Laufleistung und 3. der Preis den der HĂ€ndler dafĂŒr haben wollte. Also schaute ich daheim dann nach einer Pan, die eher 1. in meinen Geldbeutel passte, sowie auch vom Zustand ansprechender war … nach einiger Zeit flatterte mir dann bei Mobile die passende Anzeige herbei. Akzeptabler Preis, super Zustand, wenig km gelaufen … einziger Wehrmutstropfen … die Maschine steht in Berlin 🙁

Da uns aber genau diese Pan so interessiert hat, habe ich dann spontan mit dem VerkĂ€ufer Kontakt aufgenommen und mit ihm noch ein paar Kleinigkeiten geklĂ€rt. Kurz darauf schauten wir, wie wir möglichst gĂŒnstig nach Berlin kommen … und siehe da, es war mal wieder das Flugzeug, das die gĂŒstigste und verstĂ€ndlicherweise auch schnellste Weg um nach Berlin zu kommen.

Einen Tag spĂ€ter bekam ich von dem VerkĂ€ufer eine Kopie der Fahrzeugpapiere zugeschickt, denn schließlich, sollte ich diese Pan kaufen, benötigte ich fĂŒr den Heimtransport ein Kennzeichen, da sie bei dem VerkĂ€ufer abgemeldet unterm Carport stand.

Am gleichen Tag noch die Flugtickets fĂŒr den kommenden Sonntag gebucht und schon stand der Plan fest, dass wir den kommenden Sonntag uns ein Motorrad in Berlin anschauen werden.
NatĂŒrlich hatten wir beides bedacht … Sollten wir dieses Motorrad nicht kaufen, hĂ€tten wir mit einem Flixbus oder doch per Billigairline wieder zurĂŒck kommen können und hĂ€tten wir das Motorrad gekauft, dann wĂ€re es eh klar, was passiert. 🙂

Besichtigungstermin war fĂŒr 10:00 Uhr morgens ausgemacht und somit wĂ€re alles super gewesen und wir hĂ€tten eine herrliche Einstiegstour mit unserem „neuen“ Motorrad gehabt …

Doch manchmal kommt es eben anders als man denkt !

Wir kamen morgens gegen 7:00 Uhr in Berlin mit unserem Flieger an und kurz drauf bekam ich eine Nachricht von dem VerkĂ€ufer, dass er aus irgendwelchen GrĂŒnden doch erst um 13:00 Uhr Zeit hĂ€tte … mir ist dabei fast der Kragen geplatzt, aber was willst du machen ? Jetzt sind wir schon frĂŒh morgens in Berlin. Also haben wir die Zeit totgeschlagen und uns eigentlich schon viel zu frĂŒh Richtung angegebene Adresse begeben. Wir mussten ein paar mal Umsteigen und sind wohl auch ab der nĂ€chstgelegenen U-Bahn Station eine GefĂŒhlte Ewigkeit gelaufen, allerdings hatten wir dann die Möglichkeit in einem netten kleinen Restaurant zu Mittag zu essen … positiv denken war angesagt, denn ein Spaziergang bei sommerlichen Temperaturen in Motorradklamotten (Kevlarjeans inkl. Motorradjacke) und natĂŒrlich mit Handschuhen und Helm in der Hand ist absolut nicht zu empfehlen.

An der angegebenen Adresse angekommen stellten wir dann fest, dass an keiner der Klingeln der Nachname des VerkĂ€ufers stand 🙁 Also ihn direkt mal angerufen und gefragt was das soll … er wĂŒrde uns abholen, dass diente seiner Sicherheit … aha … naja … wir waren ja nicht wegen ihm in Berlin sondern wegen dem Motorrad 🙂

Nach einiger Zeit kam er dann auch und brachte uns zu der Adresse wo dann die Pan stand.

Eine kurze Begutachtung und eine kurze Probefahrt spĂ€ter stand fĂŒr mich fest – die wird gekauft … das Farbdesign etwas unkonventionell aber auffĂ€llig und technisch top in Ordnung … klar, die Reifen etwas Ă€lter, allerdings wollte ich die eh dann so schnell wie möglich wechseln lassen.

Also Nummernschild montiert und ab ĂŒber die Bundesstraße nach Hause … so war zumindest der ursprĂŒngliche Plan. Nach dem wir die neu errungene Pamela dann das erste Mal vollgetankt hatten ging es dann los … allerdings habe ich mich dann ziemlich schnell entschlossen doch die Autobahn zu nehmen, schließlich war es mittlerweile nach 15:00 Uhr an einem Sonntag, ĂŒber 35 Grad heiß und wir hatten noch gute 600 km Wegstrecke bis nach Hause. Was ich allerdings vorher nicht wusste … die Pan kann ganz schön heiss werden 🙁 Mitunter auch ein Grund warum ich die Autobahn wĂ€hlte, war dass ich mir gedacht habe, dass durch den Fahrtwind die Hitze von dem Motor sich in Grenzen halten wĂŒrde … wie sich noch herausstellen wird, war dies ein Irrglaube.

Wie ja jeder weiss, ist jetzt eine Autobahnetappe nicht wirklich spannend oder interessant … nur so viel, erst hangelten wir uns bei brĂŒtender Hitze von Stau zu Stau, dann konnten wir Pamela etwas laufen lassen und gegen Abend als so langsam die Sonne unterging, wurde es doch wahnsinnig frisch auf dem Motorrad. Hier war natĂŒrlich die abgehende Hitze vom Motor recht hilfreich, allerdings kann ich von Fahrten in Kevlarjeans mit einer Fahrzeit ĂŒber 1 Stunde, gerade im Sommer nur abraten ! Wenn ich weiss, ich bin lĂ€nger als 1 Stunde mit Pamela unterwegs wird nur noch in Textilhose gefahren, denn sonst ist die abströhmende Hitze nicht zu ertragen. Ich selbst hatte nach der Tour von Berlin, die ja nachweislich wesentlich lĂ€nger als 1 Stunde war … erhebliche Brandblasen an den Innenseiten der Oberschenkel 🙁 aber ich habe mittlerweise daraus gelernt 😉

Angehalten wurde eigentlich nur um was zu trinken oder mal aufs Klo zu gehen und dennoch haben wir das schöne Seligenstadt erst gegen 01:00 Uhr nachts wieder erblickt.

Als Fazit kann ich sagen: Ja, ich wĂŒrde solch eine Aktion nochmal machen, allerdings nur alleine … ich bin zwar auf meine Sozia sehr stolz das sie das Ganze, auch wenn die Nerven teilweise sehr blank lagen, so mitgemacht hat. Ich weiss es war auch nicht gerade einfach fĂŒr sie. Sei es das Warten in Berlin, die Hitze auf der Autobahn oder die KĂ€lte umso spĂ€ter der Abend wurde.