15. September – Richtung Heimat schwimmen

Um 07:00 Uhr ging es bei 18 Grad und leichtem Sonnenschein in Richtung Heimat. Da wir die letzten Tage viel Pech mit dem Wetter hatten und es auch auf unserer Heimreise laut Wetterbericht nicht besser werden sollte (Schnee in den Bergen und Regen in den Tälern) entschieden wir uns die Autobahnen zu nehmen. 

In Slowenien angekommen wurde es schon kühler, also nutzen wir den Vignettenkaufstopp für ein wärmendes Getränk.
Noch während wir dort saßen gab es in kurzen Abständen 2 große Regengüsse. Aber es half ja nichts und so fuhren wir nach dem Regen weiter. Die Strassen waren nass, die aufsteigende Gicht durchweichte uns langsam und der nächste Regenschauer tat sein übriges.

Nass bis auf die Unterwäsche hatten wir noch knapp 250 km bis zur nächsten Unterkunft vor uns und der Regen, sowie der kalte Wind schmerzten höllisch. 
Wir mussten alle 20 – 30 Km einen kurzen Stopp machen um die kalten Gelenke ein wenig zu bewegen. In solchen Momenten auf dem Motorrad wünscht man sich entweder eine gute Fee oder den Tod.

Etwas Wärme bekamen wir im Karawankentunnel, auf seinen knapp 8 Km tauten sogar unsere Finger kurzzeitig wieder auf. Gegen 15:00 Uhr hatten wir die Strecke geschafft und kamen in unserer Unterkunft in Österreich an. Natürlich und wie sollte es auch anders sein, hörte es ab da an auf zu regnen und alles wurde langsam wieder trocken.

Es war sehr gut, dass wir uns eine Pension im Skigebiet ausgesucht hatten, somit konnten wir unsere Kleidung in den Trockenkeller hängen.
Die heiße Dusche half aber nur kurzzeitig. 
Unsere Körper waren so kalt, dass es ein gutes Abendessen und mehrere Stunden brauchte bis wir nicht mehr froren.